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24.03.26

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Ist ein Kiesgarten wirklich pflegeleicht?

Es hört sich so einfach an: Kies verteilen, ein paar Pflanzen dazwischen – und fertig ist der pflegeleichte Garten. Ja, es stimmt, ein Kiesgarten bedeutet deutlich weniger Gartenarbeit als das klassische Blumenbeet. Aber es gibt ein paar Punkte, die Sie bei Gestaltung und Pflege unbedingt beachten sollten.

Gartengestaltung mit Kies

Natürlich wünschen wir uns alle einen blühenden Garten, der das ganze Jahr über in den schönsten Farben leuchtet und Insekten anlockt. Dazu liegt vielen Gartenbesitzerinnen und -besitzern jedoch ein zweiter Wunsch auf dem Herzen: Pflegeleichtigkeit. In den letzten Jahren sind Kiesgärten immer beliebter geworden, denn richtig angelegt sind sie nicht nur pflegeleicht, sondern auch hübsch, insektenfreundlich und nachhaltig. Dabei ist es wichtig, dass sich der Garten nicht in eine Schotterwüste verwandelt, die sich im Sommer stark aufheizt und alles andere als umweltfreundlich ist. Entscheidend für die Gestaltung ist deshalb ein ansprechender Mix aus Natursteinen und Pflanzen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten.

5 Tipps rund um den pflegeleichten Kiesgarten

Ob kleiner Vorgarten oder riesige Außenfläche – damit sich Ihr Traum vom pflegeleichten Kiesgarten erfüllt, müssen bei der Planung und Gestaltung des Kiesgartens einige Punkte beachtet werden.

1. Die passenden Natursteine für den Kiesgarten

Im Idealfall wird Ihr Kiesgarten zum Lebensraum für Bienen, Eidechsen und Co. Damit Sie kleine, umweltfreundliche Biotope schaffen, benötigen Sie die passenden Natursteine. Neben Zierkies in der Farbe und Steinart Ihrer Wahl empfehlen sich daher einzelne größere Steine wie zum Beispiel Gabionensteine oder kleinere Findlinge, die Insekten Unterschlupf bieten.

2. Die richtige Basis für Ihren Kiesgarten schaffen

Ackerwinde, Giersch und Co können hartnäckig sein – auch in einem Kiesgarten. Deshalb ist es wichtig, die gewünschte Fläche vorab circa 30 cm tief auszuheben und gründlich von Unkraut, Wurzeln und Pflanzen zu befreien. Füllen Sie die Fläche mit Erde auf. Unser Tipp: Durchmischen Sie den Mutterboden mit Kies – so bekommen die trockenheitsliebenden Pflanzen ideale Bedingungen zum Wachsen. Lassen Sie die oberste Schicht (circa 5–8 cm) erstmal frei – sie wird später mit Kies befüllt.

3. Kiesgarten begrenzen

Damit der Kies auf der gewünschten Fläche bleibt, sind Begrenzungen notwendig. Möglich sind zum Beispiel Randeinfassungen aus Alu, Stahl oder Kunststoff, aber auch Pflastersteine oder Rasenkanten aus Naturstein sind eine dekorative Möglichkeit der Begrenzung von Kiesgärten. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Trennkante etwas höher ist als die Kiesfüllung.

4. Eine wertvolle Hilfe: Anti-Unkraut-Folie im Kiesgarten

Verteilen Sie eine robuste, wasserdurchlässige und UV-stabilisierte Anti-Unkraut-Folie auf der Fläche. Diese verhindert, dass sich Unkraut in Ihrem Kiesgarten ausbreiten kann. An den Stellen, an denen Pflanzen gesetzt werden, schneiden Sie mit einem scharfen Messer ein X in die Folie ein, sodass sich die Pflanzen in der Erde verwurzeln können.

5. Pflanzen für den Kiesgarten

Ist der Untergrund vorbereitet und sind die größeren Steine auf der Folie verteilt, kommen anschließend die Pflanzen ins Beet. Spielen Sie mit verschiedenen Höhen, damit es natürliche Schattenflächen gibt. Gut geeignet sind Gräser, aber auch Kräuter und Polsterstauden wie Thymian, Hauswurz, Lavendel oder Blaukissen. Letztere sind pflegeleicht, trockenheitsresistent und bei Bienen, Schmetterlingen und Co beliebt. Zum Abschluss wird eine rund 5 bis 8 cm dicke Kiesschicht verteilt.

6. Den Kiesgarten regelmäßig säubern

Nun kommt der Tipp, den Sie vielleicht ungern hören wollen: Damit Ihr Kiesgarten lange schön bleibt, müssen Sie ihn regelmäßig säubern. Bleiben Laub, Pollen und Blüten auf dem Kies liegen, kann es nicht nur zu Verfärbungen kommen, sondern die Pflanzenreste bilden auch einen optimalen Nährboden für herumfliegende Unkrautsamen. Um dies zu vermeiden, harken Sie den Kies regelmäßig durch und sammeln Sie abgefallene Blätter und Blüten ab.